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20. mai 2015

Als Abschluss zum Anfang:
Auf Tholenswehr in Emden

Im Sommer 2011 habe ich meinen Wohnsitz von Hildesheim nach Emden verlegt. Von der Kooperativen Gesamtschule (KGS) habe ich den Wechsel in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) gewagt, habe noch einmal eine Herausforderung angenommen.

Seit Beginn des zweiten Jahres der IGS Emden bin ich dabei und erlebe wieder alle Facetten des Abenteuers einer Schulneugründung mit. In jedem August bekommt unsere Schule fast 150 Mädchen und Jungen dazu, in jedem August wächst sie um etwa acht Kolleginnen und Kollegen. Die Aufbauarbeit wurde von Beginn an erschwert durch die Existenz zweier Standorte, aber in diesem Sommer steht nun endlich der Umzug in ein gemeinsames Gebäude für alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrkräfte an.

Neben meiner Tätigkeit als einer von zwei Klassenlehrern der 9d sowie als Fachlehrer in Englisch und Gesellschaftslehre bin ich wie die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen mit Zusatzaufgaben beschäftigt; zur Zeit leite ich kommissarisch den Jahrgang 9. Darüber hinaus bin ich auch im Vorstand des Fördervereins der IGS Emden tätig.

Zum Wohnen bin ich in Emden dorthin zurückgekehrt, wo ich schon als Kind meine Oma und meinen Opa besuchte; ich habe das Haus auf Tholenswehr am Treckfahrtstief bezogen, das schon seit kurz vor 1900 im Besitz unserer Familie ist und zuletzt von meinen Eltern bewohnt wurde.

Sechs Jahre im Weserbergland:
Hildesheim / Salzhemmendorf

Nach aufregenden acht Jahren Arbeiten und Leben in Polen kehrte ich im September 2005 nach Deutschland zurück und war bis zum Sommer 2011 als Lehrer in der KGS in Salzhemmendorf tätig, in einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen zwischen Hildesheim und Hameln; in der dortigen Schule am Kanstein unterrichtete ich meist im Gymnasialzweig, vor allem Geschichte und Politik sowie als Fremdsprache nun wieder Englisch.

Besonders in Erinnerung bleibt mir aus dieser Zeit die Arbeit in zwei internationalen Projekten des Comenius Programms, die mich mit Schülerinnen und Schülern unter anderem nach Griechenland, nach Grossbritannien und in die Türkei führte. Privat wohnte und lebte ich in der Stadt Hildesheim.

Acht Jahre beim östlichen Nachbarn:
Poznan (Posen)

Von 1997 an habe ich acht Jahre lang in Polen gelebt, in Poznan (Posen), der Hauptstadt der Woiwodschaft Wielkopolska (Grosspolen). Im Rahmen der Ausbildung von künftigen Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern unterrichtete ich dort hauptsächlich im Kolegium Jezykow Obcych UAM, dem Fremdsprachenkolleg der Adam Mickiewicz Universität, vor allem im Bereich der deutschen Geschichte und Landeskunde.

Einen Schwerpunkt meiner Arbeit bildeten die Möglichkeiten, die die neuen Informations- und Kommunikationstechniken für den Unterricht in Fremdsprachen bieten. So habe ich in Zusammenhang mit Fortbildungs-Kursen für Fremdsprachenlehrer das Spiel Deutsch Pokal im Internet für schulische und studentische Deutsch-Lerner entwickelt, das sich in den folgenden Jahren zu einem internationalen Spiel mauserte, zur Zeit aber leider von mir nicht mehr aktualisiert werden kann.

Jugend, Ausbildung, Berufsleben
Emden, Lüneburg, Göttingen, Bremen

Meinen ersten Jahren der Kindheit in Ostfriesland, vor allem in Emden, folgten Jugendjahre im Raum Lüneburg; dort endete mit dem Abitur am Gymnasium Johanneum meine Zeit als Schüler. Nach dem Studium von Geschichte und Politik sowie später auch Englisch an der Georg August Universität in Göttingen schloss ich meine Lehrerausbildung im Studienseminar Emden und im dortigen Johannes Althusius Gymnasium ab.

Während der vielen Jahre als Lehrer in der KGS Brinkum, in der niedersächsischen Gemeinde Stuhr bei Bremen, unterrichtete ich die Fächer Geschichte, Englisch und Politik / Sozialkunde. Der Grossteil meiner Arbeit bestand aus Unterricht in Grund- und Leistungskursen mit Abitur in der gymnasialen Oberstufe sowie eine Zeit lang auch aus Aufgaben als Koordinator innerhalb der gymnasialen Oberstufe. Der Lebensmittelpunkt in dieser Zeit war Bremen.

Eine hochinteressante und durchaus prägende Unterbrechung fand meine Arbeit in der KGS Brinkum zu Beginn der 90er Jahre, als ich für ein Schuljahr im Rahmen der Neuausrichtung der Bildungspoltik im niedersächsischen Partnerland Sachsen-Anhalt am Immermann Gymnasium in Magdeburg tätig war.

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