Archiv der Kategorie: berthold-haase 2021

Alles Gute im Jahr 2022 !

Auch an diesem Silvester finden öffentliche wie auch private Feiern kaum statt oder sind zumindest deutlich kleiner als wir es gewohnt sind, und Feuerwerke soll es überhaupt nicht geben. Und doch: Wir freuen uns wieder einmal über den Beginn eines neuen Jahres.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieser Seiten alles Gute für das neue Jahr 2022. Bleibt gesund. Setzt euch ein für eure Ziele und habt dabei viel Erfolg. Und wenn sich die Dinge doch nicht wie geplant entwickeln, dann gebt nicht so schnell auf. Es geht weiter, vielleicht ein wenig anders.

2022 wird sicherlich kein Jahr voller Freude und Genuß; ich denke eher, dass Probleme und Sorgen im Mittelpunkt unseres Tuns und Handelns stehen werden.

Bei den weiteren Impfaktionen muss endlich ehrlich ermittelt werden, wie wirksam welche neuen Mittel letztlich sind. Auf veröffentlichte Zahlen muss Verlass sein ! Öffentliche wie private Haushalte werden mehr als bisher abrechnen müssen, welche ökonomischen Folgen die Corona-Pandemie bereits gehabt hat und langfristig noch haben wird. Die Einschränkungen grundgesetzlich gesicherter und daher selbstverständlicher persönlicher Freiheiten müssen breit und tabulos diskutiert werden; die Debatte darf auch die Art und Weise ihres Zustandekommens im abgelaufenen Jahr nicht aussparen.

Für die neue Regierung im Bund und ihre Mehrheit im Parlament, aber auch für den niedersächsischen Wahlkampf darf die Corona-Pandemie nicht das alleinige Thema sein. Sorgen und Fragen entstehen auch im Bereich der Finanzen, zum Beispiel, wenn es um die beginnende Inflation oder die Altersvorsorge geht, oder  bei den zuletzt eingegangenen europäischen Verpflichtungen oder den Belastungen des Sozialsystems durch neue soziale Leistungen. Der Bund, unser Land Niedersachsen und auch unsere Stadt Emden müssen fragen: Was müssen wir uns leisten ? Was wollen wir uns leisten ? Was können wir uns leisten?

2022 wird also viele Herausforderungen bereit halten und damit die Gelegenheit für viele Überlegungen und Vorschläge im Laufe des Jahres.

Foto: S. Hermann und F. Richter / Pixabay

Frohe Weihnachten !

Zum zweiten Mal schon wird das Weihnachtsfest unter Corona-Bedingungen gefeiert; nur wenige hätten wohl vor einem Jahr damit gerechnet. Bei der Bewältigung dieser Krise geht es weiterhin nur schleppend voran, und immer noch müssen über eine längere Zeit Einschränkungen von Freiheiten hingenommen werden … und die Einsicht in die Notwendigkeit sinkt.

Es wird auch immer deutlicher, wie mangelhaft die Informationspolitik aller Verantwortlichen ist, denn Tag für Tag erfahren wir aus Medien unterschiedliche, widersprüchliche und oft frustrierende Neuigkeiten und Positionen zum Thema Corona. Nirgends wird das Offensichtliche klar ausgesprochen, dass nämlich niemand genau weiss, wie es weitergehen wird, wie wirksam die Impfungen sein werden, wann der Pandemiezustand überwunden sein wird und wir mit einer unangenehmen, aber kontrollierbaren Krankheit leben werden.

Trotz allem ist aber Weihnachen und wir erleben wieder die ersehnte und gewohnte Pause vom routinemäßigen Alltag, wenn auch bei weitem nicht so, wie wir alle es gern hätten.

Allen Leserinnen und Lesern dieser Seiten wünsche ich ein frohes Fest: Genießt die Zeit mit der Familie, mit Freundinnen und Freunden und Bekannten so gut es geht, tankt Kraft in diesen ruhigeren Tagen. Passt gut auf euch auf und bleibt gesund !

Foto: Sabine Kroschel / Pixabay

Impfpflicht für alle statt 2 G

Ich bin kein Virologe: Ich vertraue bei allem, was mit Krankheiten zu tun hat, meinem Arzt und damit ist bisher mein Leben auch ganz gut verlaufen. Entsprechend habe ich mich auf Empfehlung meines Arztes auch gegen Corona impfen lassen, zweimal bereits. Wir haben die Möglichkeit einer freien Entscheidung pro oder contra und meine Entscheidung war und ist pro.

So wie ich entscheidet sich die große Mehrheit der Deutschen, aber eben nur eine Mehrheit; es bleiben Menschen übrig, die sich nicht impfen lassen wollen. Denen soll das Leben schwer gemacht werden, der Druck soll immer mehr erhöht werden, wie die niedersächsische Regierungssprecherin Anke Pörksen schon vor Wochen betonte. Dieses Vorgehen aber ist unserer Werte unwürdig. Das Ziel ist die Erhöhung der Impfrate. Wenn diese aber so richtig und so wichtig ist, warum wird dann nicht endlich die allgemeine Impfpflicht beschlossen ?

Sprechen grundgesetzliche Regelungen gegen die allgemeine Impfplicht, zum Beispiel die körperliche Unversehrheit aus GG Artikel 2 ? Nein, offensichtlich nicht, denn es wird bereits laut über eine Impfpflicht für Pflegekräfte oder Lehrpersonal nachgedacht. Und es hat durchaus sowohl in der alten Bundesrepublik als auch in der DDR verpflichtende Impfungen gegeben. Der Text des Infektionsschutzgesetzes verbietet auch nicht die Möglichkeit von  Maßnahmen, die in die Freiheit von GG Artikel 2 eingreifen, zum Beispiel bei Masern.

Sprechen also medizinische Informationen gegen die allgemeine Impfpflicht ? Nein, offensichtlich nicht, denn landauf, landab wird eindringlich für das Impfen geworben. Wer sich impfen lässt, schützt sich und andere, heisst es. Auch der massive Einsatz öffentlicher Gelder wäre wohl kaum vertretbar, wenn die medizinische Wirksamkeit erwiesenermaßen nicht gegeben wäre. Und auf Einzelfälle von Unverträglichkeit wird auch bei einer Pflicht zur Impfung Rücksicht genommen werden, so, wie es jetzt schon getan wird.

Sprechen dann vielleicht die bisherigen Aussagen aus der Politik gegen die allgemeine Impflicht, das viel zu früh gegebene Versprechen also, es werde diese Pflicht nicht geben ? Ja, aber nur wenn das Korrigieren einer einmal verkündeten Meinung  als negativ empfunden wird. Völlig leichtfertig wurden schon frühzeitig bei Beginn der Pandemie Aussagen über die künftige Behandlung einer Krankheit gemacht, deren Verlauf überhaupt nicht absehbar war und ist. Muss jetzt dieser Fehler zugegeben werden ? Ist das für verantwortliche Politiker nicht zu ertragen ?

Genau so ist es. Die Ablehnung der allgemeinen Impfpflicht und ihr Ersatz durch die gesellschaftsspaltenden 2 G Regeln sind kein Respekt vor der Freiheit der einzelnen Bürgerinnen und Bürger und deren Grundrechten, sondern lediglich die Folge von Angst oder Unfähigkeit unserer politischen Führung und ihrer Beratungsteams, wirkliche Führungskraft zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen.

Politik, die die Interessen der Einzelnen und die der Gesellschaft auf der Basis aller bekannten Informationen gegeneinander abwägt und alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes respektvoll behandelt, muss die allgemeine Impfpflicht beschließen und durchsetzen, und nicht Maßnahmen wie 2 G einleiten, die Andersdenkende diskriminieren und so lange unter Druck setzen, bis sie aufgeben.

Foto: Johaehn / Pixabay